Wirkungsorientiertes Monitoring

Gerade weil wir in sozialen Gefügen nicht alle Einzelschritte vorausplanen können, ist die Klarheit über die Ziele entscheidend. Bei der Durchführung müssen wir nach jeder Intervention innehalten, beobachten, mit den anderen Akteuren reflektieren, und dann entscheiden, wie wir weitermachen.

Für den Aufbau eines Monitoring- und Evaluierungs-Systems („M&E-System“) haben wir eine Vorgehensweise entwickelt, die wir in der individuellen Beratung oder in Workshops einsetzen. Sie besteht aus folgenden Elementen und/oder Schritten:

1.  Analyse der beteiligten Akteure
2.  Wirkungshypothesen und Beobachtungsfelder
3.  Indikatoren und Leitfragen
4.  Reflexions- und Dialogmechanismen
5.  Informationsmanagement

Die einzelnen Elemente sind beschrieben im Manual „Monitoring Self-Effectiveness“. Dazu führen wir Trainingskurse durch, und begleiten die Organisationen oder Projekte über einen Zeitraum von etwa einem Jahr, bis zu einer ersten Konsolidierung.

Der Aufbau des M&E-Systems ist ein längerer Prozess, den wir auch gerne über das Internet begleiten. Jedes System wird mit den Kunden maßgeschneidert, es muss in die Philosophie, das Wertesystem, die Strukturen und die Abläufe der Organisation passen. Das Wirkungsmonitoring kann dann sehr verschieden gestaltet sein:

  • eher quantitativ oder qualitativ
  • eher durch die Zielgruppen oder durch die Projektdurchführenden
  • eher mit bewusstseinsbildenden Instrumenten oder mit reiner Datensammlung
  • eher mit kontinuierlichem Berichten oder mit gelegentlichen Studien

Letztlich wird ein Methodenmix angestrebt, um die Analyse aus verschiedenen Perspektiven durchführen zu können.

Nachdem viele Jahre lang sehr viel Aufmerksamkeit auf die Datensammlung gerichtet worden war, scheint heute die Herausforderung eher darin zu liegen, die gesammelten Daten auch sinnvoll auszuwerten. Dies wiederum wirkt sich auf unmittelbar auf die Erhebungen und die Kontrolle der Datenqualität aus. Eine entsprechende Systematik wird mit dem Instrument „PIAR“ angeboten.

Eigene Publikationen zu diesem Thema:

  • Manual „Monitoring Self-Effectiveness“ (2011)
  • Participatory Impact Analysis and Reflection (PIAR); in der NGO-IDEAs Impact Toolbox (2011)
  • Participatory Impact Monitoring (1996)
  • Wirkungsbeobachtung und Evaluation (1999)
  • Tiny Tools (2011)